FESTIVAL ERHÄLT NEUE TRÄGERSTIFTUNG

+++ Stiftung Kammermusikfest Oberlausitz übernimmt Trägerschaft des Festivals

+++ Neu gegründeter Donatoren-Kreis steht der Stiftung bei der Umsetzung ihrer Ziele zur Seite

+++ Görlitzer Ärztin Dr. Cordula Adams übernimmt Leitung des Donatoren-Kreises

Mit Abschluss des 4. Kammermusikfest Oberlausitz 2025 ist dessen Trägerschaft von der Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz auf die neu gegründete Stiftung Kammermusikfest Oberlausitz mit Stammsitz Rittergut Schloss & Park Gröditz übergegangen (www.schloss-groeditz.de).

Die gemeinnützige Stiftung hat vier Namensbestandteile, die alle unmittelbar inhaltlich miteinander zu tun haben und sich synergetisch ergänzen. Aus dem Zusammenwirken der vier Bestandteile ergibt sich ihre hohe gemeinnützige Wirkung.

Das Kammermusikfest Oberlausitz (KMO) ist ein musikpädagogisches Ehrenamtsprojekt, das im Jahr 2020 vom Kulturmanager Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld in Baruth bei Bautzen gegründet wurde. Seit dem Jahr 2022 wechselt sich das Festival für klassische Musik mit der Kammermusikfest Oberlausitz Akademie (KMA) ab. Die Akademie richtet sich an die musikalischen Nachwuchstalente der vier Musikschulen des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien (Bautzen, Hoyerswerda, Görlitz, Dreiländereck) und findet unter der Leitung des international gefeierten Bratschisten Prof. Nils Mönkemeyer auf Schloss Gröditz im Landkreis Bautzen statt. Das KMO bespielt Schlösser und Kirchen im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, der aus den beiden Landkreisen Bautzen und Görlitz besteht.

Stammsitz des KMO und der KMA sind das Rittergut Schloss & Park Gröditz (RSPG). Hier wohnen die Festivalkünstler während des Festivals und hier findet auch alle zwei Jahre die Akademie statt. Für das KMO und die KMA engagieren sich über 100 Ehrenamtliche an 10 verschiedenen Festivalorten, 50 Botschafter, die mit ihrem Namen für das Projekt werben, sowie 3 Schirmherren.

Das RSPG ist ein historisch bedeutendes Denkmalensemble aus dem Jahr 1122, dass durch seine solitäre Lage hoch über dem 50 ha großen Naturschutzgebiet „Gröditzer Skala“ und seinen rund 5 ha großen Park einen wichtigen überregionalen, kulturellen und gesellschaftlichen Leuchtturm im Kulturraum darstellt. Die gesamte Anlage des RSPG wurde ab 2006 von ihrem Eigentümer, Beatus v. Zenker zu Pommritz behutsam und denkmalwürdig wiederhergestellt und seitdem durch den gemeinnützigen Verein Pro Gröditz e.V. bespielt.

Da Gröditz an der historischen Handelsstraße „Via Regia“ liegt, entlang derer heute der Ökumenische Pilgerweg in Richtung Santiago de Compostela führt, wurde auf Initiative des Schlossherrn eine Pilgerherberge eingerichtet, die Pilgern entlang des Jakobsweges eine Übernachtungsmöglichkeit bietet.

Beatus v. Zenker zu Pommritz ist der Neffe der letzten Schlossherrin bis zum Kriegsende 1945, Gerda v. Krauß (1890-1974), geborene v. Zenker, Gemahlin des Rudolf v. Krauß (1872–1944). Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Anlage dauerhaft für die Öffentlichkeit zu erhalten und durch kulturelle Veranstaltungen zu bespielen. Privater Eigentümer, Rittergutsanlage (RSPG) und KMO/KMA bilden insoweit eine inhaltliche und organisatorische Einheit.

Vierter Bestandteil dieser Stiftungseinheit ist die Familie zur Lippe-Weißenfeld. Sie war seit 1808 im benachbarten Schloss Baruth ansässig. Beide Familien, zur Lippe-Weißenfeld und von Krauß, waren bis 1945 als Nachbarn und Freunde eng miteinander verbunden. Ferdinand Prinz zur Lippe-Weißenfeld (1903-39) und seine Gemahlin Dorothea Prinzessin v. Schönburg-Waldenburg (1905-2000) waren die letzten Baruther Schlossherren. Nach dem Soldatentod von Prinz Ferdinand 1939 floh die Familie 1945 kriegsbedingt. Schloss Baruth wurde in den Jahren 1949/50 unter politischem Druck gesprengt. Das Schloss war bis dahin mit über 800 Jahren Existenz die älteste Wasserburg der Oberlausitz. Der Enkel der letzten Schlossherren, Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld (*1975), Sohn von dessen Tochter Margarete Prinzessin zur Lippe-Weißenfeld, nimmt als Gründungsintendant des KMO und der KMA gemeinsam mit Beatus v. Zenker zu Pommritz die nachbarlichen familiären Bande seit Jahren wieder auf. Beide kooperieren mit dem KMO und der KMA im RSPG in vielfältiger gemeinnütziger Weise zum Wohle der Oberlausitzer Bevölkerung.

Der neuen Stiftung steht ein Donatoren-Kreis mit namhaften Persönlichkeiten aus ganz Deutschland zur Seite, der die Umsetzung der Stiftungsziele ideell und materiell unterstützt. So ermöglicht er z. B. mit einer jährlichen Gabe Förderstipendien für musikalische Nachwuchstalente. Im Rahmen des Abschlusskonzertes konnte die Stiftung ein erstes Förderstipendium vergeben. Erster Stipendiat ist der Görlitzer Querflötist Abed Jiji (17), der in diesem Jahr den 2. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert gewonnen hat. Er erhielt die Stiftungsurkunde aus den Händen des künstlerischen Leiters der Kammermusikfest Oberlausitz Akademie, Prof. Nils Mönkemeyer und der Leiterin des Donatoren-Kreises, Dr. Cordula Adams. Das Stipendium ist auf 1 Jahr angelegt und mit 100,- EUR pro Monat dotiert. Abed Jiji wird dieses Jahr nutzen, um sich auf sein angestrebtes Musikstudium vorzubereiten.

Alle Informationen zur neuen Stiftung finden Sie auf unserer Website: www.schloss-groeditz.de. Wer Interesse an einer Mitgliedschaft im Donatoren-Kreis hat, ist herzlich eingeladen, sich bei Dr. Cordula Adams zu melden: cordula.adams73@gmail.com

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