Veranstaltungsort
Ev.-luth. Kirche Baruth
Dubrauker Str. 3
02694 Malschwitz OT Baruth
Gastgeber:
Pfarrer Michael Ramsch
FREITAG, 08. SEPTEMBER 2023, 18 UHR
EV.-LUTH. KIRCHE BARUTH
Dresdner Kreuzchor
Dirigent: Kreuzkantor Martin Lehmann
Ab 17:00 Uhr begrüßen wir unsere Konzertgäste mit einem Sektempfang vor der Kirche.
PROGRAMM
Knut Nystedt (1915-2014)
Thus saith the Lord
Nr. 1 aus: Three Motets
Sven-David Sandström (1942-2019)
The Waters of Meribah
Nr. 2 aus: Five Pictures from the Bible
Siegfried Strohbach (1929-2019)
Jesus, der Retter im Seesturm
Nr. 1 aus: Sechs Evangelien-Motetten nach Worten aus der Heiligen Schrift
Ernst Pepping (1901-1981)
Jesus und Nikodemus
Nr. 1 aus: Drei Evangelienmotetten, 1938
Johann Hermann Schein (1586-1630)
Die mit Tränen säen
Nr. 3 aus: Israelsbrünnlein (Fontana d’Israel), 1623
Heinrich Schütz (1585-1672)
Die mit Tränen säen SWV 378
Nr. 10 aus: Geistliche Chormusik, 1648
Edvard Grieg (1843-1907)
Ave maris stella (Hymnus zur Vesper)
— Pause —
Josef Rheinberger (1839-1901)
Die Quelle
Nr. 3 aus: In Sturm und Frieden. Acht Lieder und Gesänge op. 170
Carl Friedrich Zöllner (1800-1860)
Das Wandern ist des Müllers Lust
Satz: Helmut Barbe (1927-2021)
Friedrich Silcher (1789-1860)
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten (Loreley)
für vierstimmigen Männerchor
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht
Nr. 3 aus Sechs Lieder op. 41
Volksweise
Es waren zwei Königskinder
Satz: Uwe Henkhaus (*1958)
Felix Mendelssohn Bartholdy
Wasserfahrt
Nr. 4 aus: Sechs Lieder für vierstimmigen Männerchor op. 50
Johannes Brahms (1833-1897)
Vineta
Nr. 2 aus: Drei Gesänge op. 42
Giovanni Gastoldi (1550-1622)
Fahren wir froh im Nachen
Felix Mendelssohn Bartholdy
Auf dem See
Nr. 6 aus: Sechs Lieder im Freien zu singen op. 41
George Gershwin (1898-1937)
Summertime
aus: Porgy and Bess
Satz: Hermann Platzer (*1960)
American Folksong
Shenandoah
Satz: James Erb (1926-2014)
Robert Schumann (1810-1856)
Am Bodensee
Nr. 2 aus: Vier Gesänge op. 59
Teil 1
Carl Maria von Weber (1786-1826)
Auf dem Wasser
aus: Liederborn, hrsg. von Ernst Schmidt, 1902
Robert Schumann (1810-1856)
Am Bodensee
Nr. 2 aus: Vier Gesänge op. 59
Teil 2
SCHLOSS BARUTH
EV.-LUTH. KIRCHE BARUTH
ZUR HISTORIE
1180 wurde der Name Baruth erstmals durch Utha v. Baruth, die mit Konrad v. Kittlitz vermählt wurde, erwähnt. Der Bau der heutigen Kirche in Baruth erfolgte 1704/1705. Der Turm wurde 1768 errichtet. Während des Napoleonischen Krieges brannte das Dorf am 21. Mai 1813 fast vollständig nieder. Auch die Kirche wurde schwer beschädigt. Auf den Resten erbaute man das heutige Gotteshaus, wobei die äußere Gestalt des Vorgängerhauses erhalten blieb. Am 1. Advent des Jahres 1819 wurde die neue Kirche geweiht. Wer die Kirche durch den im Westen stehenden Turm betritt, kommt in einen saalartigen, hellen Raum mit jeweils zwei Emporen auf beiden Seiten. Sein Blick wird sogleich auf den Kanzelaltar geführt, der die Sinne des Besuchers auf das Zentrum unseres Glaubens lenkt, auf Wort und Sakrament. Die sehr schlichte, fast schmucklose und farblich zurückhaltende klassizistische Ausstattung soll vor jeglicher Ablenkung während des Gottesdienstes bewahren. Eine große Orgel der Firma Hermann Eule Bautzen mit klassizistischem Prospekt wurde 1875 erbaut und hat eine Kegellade mit mechanischer Traktur, 1.250 Pfeifen (Holzpfeifen, Metallpfeifen, Prospektpfeifen), 19 Register, 2 Manuale und 1 Pedal.
Zu Baruth gehörte ursprünglich ein bedeutendes Schloss, das 1949/50 abgerissen wurde. Bis zu ihrer kriegsbedingten Flucht war die Witwe des Schlossherrn, Dorothea Prinzessin zur Lippe-Weißenfeld (1905-2000) Patronin der Kirche. Dem damaligen Pfarrer Rentsch gelang es, einiges Inventar der Schlosskapelle zu retten, so Teile der kleinen Orgel und den prächtigen Kanzelaltar, der um 1700 möglicherweise von dem berühmten Bildhauer Theodor Pausewein geschaffen worden war. Mit der Darstellung Gottvaters mit dem Reichsapfel und segnender Gebärde, dem gekreuzigten Christus zu dessen Rechten und der Taube thematisiert dieser Altar die Trinität Gottes. Dieser bedeutende Altar fand Platz in der Friedhofskapelle. Die kleine Orgel aus der Schlosskapelle wurde im Jahr 2019 von der Firma Hermann Eule grundlegend überarbeitet und aus der Winterkirche in den Altarraum versetzt. Sie wurde um 1863 von Leopold Kohl (1840-1896) aus Bautzen gebaut. Sie hat 1 Manual, 204 Pfeifen und ein elektrisches Gebläse. Im Rahmen eines Benefizkonzertes zugunsten der neuen Glocken am 25.04.2019 erklang sie erstmals wieder. Am 03.11.2019 fand das 200-jährige Kirchweihfest statt. Vorher konnte am 13.10.2019 die Glockenweihe der neuen Glocken stattfinden und das Geläut wieder in den Kirchturm eingehoben werden. Zur grundlegenden Sanierung der Glocken und des Glockenturms hatte sich im Jahr 2016 der Glockenförderverein Baruth e.V. gegründet. Im Frühjahr 2020 werden die Arbeiten vollendet sein.