KÜNSTLER

NILS MÖNKEMEYER VIOLA

NILS MÖNKEMEYER
VIOLA

Künstlerische Brillanz und innovative Programmgestaltung sind das Markenzeichen, mit dem Nils Mönkemeyer sich als einer der international erfolgreichsten Bratschisten profiliert und der Bratsche zu enormer Aufmerksamkeit verholfen hat. Als Exklusiv-Künstler bei Sony Classical brachte er in den letzten Jahren zahlreiche Alben heraus, die von der Presse hoch gelobt und mit Preisen ausgezeichnet wurden. In seinen Programmen spannt Mönkemeyer den Bogen von Entdeckungen und Ersteinspielungen originärer Bratschenliteratur des 18. Jahrhunderts bis hin zur Moderne und zu Eigenbearbeitungen. Die beiden jüngst erschienenen CDs sind Einspielung von Walton, Bruch und Pärt mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Markus Poschner sowie das kammermusikalische Album „Baroque“, mit dem Nils Mönkemeyer ein faszinierendes Panorama um Bach und die französische Musik der Zeit offenbart.

Nils Mönkemeyer arbeitet mit Dirigenten wie Andrej Boreyko, Sylvain Cambreling, Elias Grandy, Christopher Hogwood, Cornelius Meister, Mark Minkowski, Kent Nagano, Michael Sanderling, Clemens Schuldt, Karl-Heinz Steffens, Markus Stenz, Mario Venzago oder Simone Young zusammen und konzertiert als Solist mit Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, den Musiciens du Louvre, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Berner Symphonieorchester, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Konzerthausorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem Frankfurter Museumsorchester, dem MDR Sinfonieorchester, der NDR Radiophilharmonie, der Staatskapelle Weimar, den Düsseldorfer Symphonikern, dem Orchestre de Chambre de Lausanne oder den Berliner Barock Solisten. Außerdem geht er als Musiker einem Herzenswunsch nach: Mit Musik Brücken zu bauen und sie denjenigen zugänglich zu machen, die im Leben benachteiligt sind. Dafür hat Nils Mönkemeyer zusammen mit der Caritas Bonn im Jahr 2016 das Kammermusikfestival «Klassik für Alle» ins Leben gerufen.

In der Saison 2020/21 wird Nils Mönkemeyer Artist in Residence von zwei bedeutenden Festivals sein: Im Mai 2021 ist er mit eigens konzipierten Programmen als Residenz-Künstler der Schwetzinger SWR-Festspiele zu erleben, im Sommer 2021 portraitieren ihn die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in zahlreichen Orchester- und Kammermusikkonzerten als Preisträger in Residence. Zudem ist er mit dem Tonhalle Orchester und Philharmonia Zürich, dem Deutschen Symphonie-Orchester, dem SWR Symphonieorchester, der Deutschen Radiophilharmonie, der NDR Radiophilharmonie, dem Münchner Kammerorchester u.a. sowie in Wiener Musikverein, Tonhalle Zürich, Concertgebouw Amsterdam, Boulez-Saal und Konzerthaus Berlin, Kölner Philharmonie, Toppan Hall Tokyo und bei renommierten Festivals zu hören.

Weitere besondere Projekte der Saison sind eine Tournee mit den Berliner Barock Solisten, sein Trio mit Sabine Meyer und William Youn und Konzerte mit dem Julia Fischer Quartett. Seit 2011 ist Mönkemeyer Professor an der Hochschule für Musik und Theater München, an der er selbst einmal bei Hariolf Schlichtig studiert hatte. Vorherige Stationen waren eine zweijährige Professur an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden und eine Assistenzprofessur an der Escuela Superior Musica Reina Sofia Madrid. Nils Mönkemeyer spielt auf einer Bratsche von Philipp Augustin.

FLORIN ILIESCU VIOLINE

FLORIN ILIESCU
VIOLINE

Florin Silviu Iliescu wurde als Sohn einer Musikerfamilie 1984 in Bukarest geboren und begann im Alter von fünf Jahren Geige zu spielen. Renommierte Geigerinnen und Geiger wie Christiane Edinger, Zakhar Bron, Leonidas Kavakos und Stefan Gheorghiu haben Florin Iliescu während seiner Ausbildung geformt.

Kammermusikalische Anregungen erhielt er bei Walter Levin (u.a. Primarius des LaSalle String Quartett). Florin Iliescu ist Stipendiat verschiedener Stiftungen. Während seines Studiums an der Musikhochschule Lübeck hatte Florin Iliescu bereits im Alter von 19 Jahren seine erste Orchesteranstellung als Stellvertretender Konzertmeister bei den Lübecker Philharmonikern. Weitere Orchestererfahrungen sammelte er beim NDR Hamburg, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Beethoven Orchester Bonn und an der Frankfurter Oper.

Seit 2018 ist Florin Iliescu 1. Konzertmeister im hr-Sinfonieorchester. 2019 spielte er mit dem berühmten Violinist Gil Shaham als Duo im berühmten Konzertsaal “Alte Oper” in Frankfurt. Im Sommer 2020 konzertierte Iliescu als Solist und Dirigent beim berühmtesten Klassik Musikfestival in Südkorea (Pyeongchang Music Festival). Florin Iliescu spielt auf einer Gioffredo Cappa Violine vom 1716, die ihm vom hr-Sinfonieorchester zur Verfügung gestellt wird.

ARIANE HAERING, ARDITA STATOVCI
ARIANE HAERING

Die schweizerische Pianistin Ariane Haering studierte zuerst in ihrer Heimatstadt La Chaux-de-Fonds bei Cécile Pantillon und Catherine Courvoisier. Danach verbrachte sie ein Jahr an der University of North Carolina bei Clifton Matthews und schloss ihr Studium 1996 in der Klasse von Brigitte Meyer mit einem „1er Prix de Virtuosité avec les félicitations du Jury“ ab. Seitdem baute sie ihr Repertoire kontinuierlich auf, das bald fünf Jahrhunderte Musik umfasst. Seit vielen Jahren teilt sie das Podium mit Künstlern wie Benjamin Schmid, Dimitri Ashkenazy, Clemens Hagen, Veronika Hagen, Matthias Bartolomey, Matthias Schorn, Ramón Jaffé, Ib Hausmann, Bernard Richter sowie dem Doric-, Brodsky-, Petersen- und Mozarteum-Quartett. 
Zusammen mit der Pianistin Ardita Statovci gründete sie 2015 das „ariadita duo“, dessen Repertoire von Bach bis Staud umfasst und regelmäßig Auftragswerke zeitgenössischer Komponisten interpretiert. Im Schwerpunkt des Duos stehen Bearbeitungen großer symphonischer Werke für ein und zwei Klaviere, u. a. von Beethoven, Brahms, Liszt, Honegger, Schostakowitsch, Ravel und Stravinsky.

„ariadita duo“ gastiert in der Elbphilharmonie, im Festspielhaus Erl, beim Diabelli Sommer Mattsee, bei den Musiktagen Mondsee sowie dem Aspekte Festival Salzburg.
In 2016 wurde Ariane Haering fixes Mitglied des „Alban Berg Ensemble Wien“. Seit der Gründung spielt diese Formation einen eigenen Zyklus im Brahms-Saal des Musikvereins und gestaltet jährlich das Festival „BergFrühling“ am Ossiacher See. Im Jahr 2020 erschien ihre erste CD-Produktion für die Deutsche Grammophon.
Zu Festivals in Europa, Asien, Nord- und Südamerika und Afrika eingeladen, gastiert Ariane Haering in Mecklenburg-Vorpommern, Capri und Monte-Carlo, Risor, Middleburg, Mattsee und Mondsee, Miami, Bogota, in Havana, Stellenbosch und Cape Town, Kaoshiung und Seoul sowie Tokyo und Osaka, in der Musikhalle und in der Elbphilharmonie Hamburg. Ihre Auftritte bei den Salzburger Festspielen, in der Salzburger Mozartwoche, bei der Stiftung Mozarteum, im Wiener Musikverein und Konzerthaus und im Klavier-Festival Ruhr festigen ihren Ruf als internationale Künstlerin.
Solistische Höhepunkte waren darüber hinaus Konzerte mit dem Houston Symphony Orchestra unter der Leitung vom Chefdirigenten Hans Graf, in der Tonhalle Zürich, im Großen Festspielhaus Salzburg, im KKL Luzern, im Casino Bern und in Basel.
Verheiratet mit dem österreichischen Geiger Benjamin Schmid und Mutter ihrer gemeinsamen vier Kinder, lebt Ariane Haering in Salzburg und investiert gleich hohe Energien in das Wohlbefinden ihrer Familie sowie in die Verwirklichung ihrer musikalischen Träume.

ARIANE HAERING, ARDITA STATOVCI

ARDITA STATOVCI

studierte Klavier Konzertfach an der Universität Mozarteum/Salzburg bei Christoph Lieske, Indiana University/USA bei Menahem Pressler sowie and der Klavierakademie „Incontro col Maestro“ in Imola/Italien bei Boris Petrushansky und Franco Scala. Auftritte als Solistin mit Orchestern (Mahler Chamber Orchestra, Mozart Orchestra (Bologna), Deutsche Kammerakademie Neuss, Symphony Orchestra of India, Haydn Orchester (Bozen), Wiener Sinfonietta, Kammerorchester „Cis“, Kosova Philharmony, JSO Bern, Radio Symphony Orchestra of Albania, usw.).

Solo- und Kammermusik-Abende in Europa, Asien und den USA, in bedeutenden Konzerthäusern wie Dortmund, Wien, Bozen, Shanghai, im Königlichen Schloss in Stockholm, Hamburg, am Mozarteum in Salzburg usw. Dazu kamen Rundfunk- und Fernseh-Aufnahmen (RTK, RAI, ORF/Ö1 , SERVUS TV, KOHA, RTV21 usw).

In 2011 wurde Ardita Statovci gebeten als Solistin das Ravel Konzert in G, stellvertretend für Marta Argerich in den Proben mit dem Mozart und Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado in Ferrara zu spielen.

Mehrfache Preisträgerin und Stipendiatin (Gesellschaft für Musiktheater/Wien, österreichisches Bundesministerium für Unterricht Kunst und Kultur, österreichisches Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, “Internationale Mozarteum Stiftung” in Salzburg, Piano Academy Birmingham/England, Rotary Club Salzburg, Fohnstiftung/Wien, Yehudi Menuhin Live Music Now, “Bösendorfer Preis” Mozarteum, Internationaler Rotaract Wettbewerb in Spanien sowie Ibla International Competition in Italien. CD (Live Aufnahme) mit Werken von Brahms, Beethoven und Dutilleux und Young Steinway Artist.

In 2015 gründeten die Pianistinnen Ardita Statovci und Ariane Haering das ARIADITA Duo und unternahmen Konzerttourneen wodurch sie international begeisterte Pressestimmen erlangten.

 

LUCAS POHLE

LUCAS POHLE

Lucas Pohle, Jahrgang 1986, erhielt erste musikalische Prägungen in seiner Heimatstadt Ebersbach (Sachsen). Er schloss das Kirchenmusikstudium in Dresden (Orgel: Martin Strohhäcker, Chorleitung: Christfried Brödel) „mit Auszeichnung“ ab. An das Masterstudium an der Universität der Künste Berlin (Orgel: Paolo Crivellaro, Chorleitung: Kai-Uwe Jirka) schlossen sich die „mit Auszeichnung“ absolvierten Studiengänge Konzertexamen Orgelliteraturspiel bei Leo van Doeselaar sowie Konzertexamen Orgelimprovisation bei Wolfgang Seifen an. Ein Aufbaustudium Cembalo bei Raphael Alpermann rundete seine Ausbildung ab.
Wertvolle Impulse erhielt Lucas Pohle in Meisterkursen u.a. bei Olivier Latry, Martin Schmeding, Jon Laukvik, Theo Jellema, Pieter van Dijk und Jaroslav Tuma. Er ist Preisträger verschiedener Orgelwettbewerbe. Konzerte als Solist oder als Continuo-Organist führen ihn ins In- und Ausland.
2010 begann Lucas Pohle seinen Dienst als Kantor in Crostau. Er initiierte und begleitete die 2016 erfolgte Restaurierung der Gottfried-Silbermann-Orgel von 1732 und die Herausgabe des „Crostauer Choralbuches“ für das gemeinsame Musizieren von Posaunenchören und Orgeln im hohen Chorton 2019. Darüber hinaus ist er seit 2016 als Lehrbeauftragter für Orgelliteraturspiel und -improvisation an der Kirchenmusikhochschule Dresden bzw. tätig. Zwischen 2016 bis 2019 hatte er einen Lehrauftrag für Generalbass und Alte Musik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden inne. Seit März 2020 wirkt Lucas Pohle als Kantor an St. Nikolai, Leipzig. Hier ist ihm mit der Ladegast-Eule-Orgel das größte Instrument im Freistaat Sachsen anvertraut. Neben der Pflege eines Repertoires mit Werken von Renaissance bis zur Gegenwart sind ihm die Historische Aufführungspraxis und die Improvisation zentrale künstlerische Anliegen.

ADELE-MARIE SCHÄFER

ADELE-MARIE SCHÄFER

Adele-Marie Schäfer wurde 2006 in Sebnitz geboren und erhielt seit ihrem fünften Lebensjahr am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden bei Andreas Henkel, später bei Mirjana Rajic und Hartmut Schramm Klavierunterricht.
2018 besuchte sie die Dresdner Meisterkurse. Im November 2018 bestand Adele die Aufnahmeprüfung am Sächsischen Landesgymnasium für Musik Dresden und ist seitdem Schülerin in der Klasse von Mirjana Rajic.
Adele ist mehrfach ausgezeichnete Preisträgerin von nationalen sowie internationalen Klavierwettbewerben. Allein bei dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ wurde sie siebenmal mit einem Ersten Preis ausgezeichnet. 2019 erhielt sie das Förderstipendium der Sächsischen Mozartgesellschaft e.V. für musikalisch hochbegabte Kinder zur Unterstützung der Ausbildung sowie musikalischen Laufbahn und gab zugleich ihr Konzert Debüt mit dem Orchester der Mittelsächsischen Philharmonie in Freiberg. Mit einer Delegation von Schülern aus dem Dresdner Musikgymnasium unter der Leitung von Mirjana Rajic nahm sie im März 2020 am Projekt „Mit Beethoven von Dresden nach London“ teil und trat im South Bank Center auf. Seit 2020 ist Adele Stipendiatin der Carl Bechstein Stiftung.

WILHELMINE FREYTAG

WILHELMINE FREYTAG

Wilhelmine Freytag wurde 2007 in Leipzig geboren und wächst in einem Musikerhaushalt auf, beide Eltern sind Orchestermusiker. Von Anfang an wurde sie neben dem solistischen Spiel auch an das gemeinsame Musizieren herangeführt; im Klavierunterricht mit fester Duopartnerin und zu Hause im Kreis der Familie.
Mit vier Jahren begann Wilhelmine zunächst Blockflöte zu spielen und sang im MDR Kinderchor. 2012 erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht in der Musikschule Johann Sebastian Bach in Leipzig, seit 2016 als Förderschülerin in der Begabtenklasse des Freistaates Sachsen. 2018 wurde Jungstudierende bei Prof. Grigory Gruzman an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Meisterkurse bei Mikhail Mordvinov und Nikolai Demidenko runden ihre Ausbildung ab.
Wilhelmine ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe. So erspielte sie sich 2015 einen Ersten Preis mit 25 Punkten beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert in der Wertung Klavier vierhändig, 2017 in der Wertung Klavier solo und 2019 in der Wertung Instrumentalbegleitung. In der Solo-Wertung folgte beim Carl Bechstein Wettbewerb 2017 ein Zweiter Preis, ein Erster Preis 2019. 2020 erspielte sie sich Erste Preise mit Höchstpunktzahl in der Wertung Klavier solo und Korrepetition beim Carl-Schroeder-Wettbewerb Sondershausen. Im selben Jahr erhielt sie ein Stipendium der Carl Bechstein Stiftung. Seit 2017 besucht Wilhelmine die Thomanerklasse am Thomasgymnasium Leipzig.

KRUZIANER

KRUZIANER

Der Dresdner Kreuzchor ist einer der ältesten und besonders renommierten Knabenchöre weltweit. Ihm gehören etwa 150 Sänger im Alter von neun bis 18 Jahren an. Die ursprüngliche Aufgabe des Kreuzchores und auch seine hauptsächliche künstlerische Arbeit besteht darin, die Musik für Gottesdienste und Vespern in der Kreuzkirche zu gestalten. Der Kantor der Kreuzkirche, Kreuzkantor genannt, leitet den Kreuzchor und seine Aufführungen. Der Chor geht mehrmals pro Jahr auf Konzertreisen ins In- und Ausland. Zur Bekanntheit des Chores tragen auch die regelmäßigen Rundfunkauftritte sowie fast 1000 Tonaufnahmen für verschiedene Plattenfirmen bei. Renommierte Opernhäuser verpflichten Kreuzchor-Sänger als Solisten. Die Chormitglieder, Kruzianer genannt, erhalten ihre schulische Ausbildung traditionell in der Kreuzschule. Etwa die Hälfte der Schüler wohnt im Alumnat, das direkt neben dem Kreuzgymnasium steht. Erstmals wurde der Kreuzchor im Jahr 1300 als Chorknabenvereinigung erwähnt. Der Chor gehörte zur Kreuzschule. Die ersten evangelischen Kreuzkantoren waren Sebaldus Baumann (1540–1553) und Johann Selner (1553–1560). Der Kreuzkantor mit der längsten Amtszeit war im 19. Jahrhundert Ernst Julius Otto. Im 20. Jahrhundert prägte Kreuzkantor Rudolf Mauersberger in seiner über 40-jährigen Amtszeit maßgeblich die Arbeit des Chores. Beim Kammermusikfest Oberlausitz tritt das „twentytwo-ensemble“, bestehend aus Abiturienten des Abiturjahrgangs 2021 des Dresdner Kreuzchores auf.

L’ARTE DEL MONDO

L’ARTE DEL MONDO

Das Orchester l’arte del mondo, 2004 von seinem künstlerischen Leiter Werner Ehrhardt gegründet, sieht sich in der Tradition der so genannten Alten Musik auf historischen Instrumenten. Genauso widmet es sich aber auch dem Spiel auf modernem Instrumentarium und einem Repertoire bis hin zur zeitgenössischen Musik. Eines der Markenzeichen von l’arte del mondo sind seine ausgefallenen Programme, darunter musikalisch-interkulturelle Begegnungen, Opernprojekte sowie Ausgrabungen vergessener Werke. Darüber hinaus arbeitet l’arte del mondo regelmäßig mit renommierten Solisten zusammen. Von seinen dreißig CD-Einspielungen sind nicht wenige preisgekrönt.

Geschichte
Werner Ehrhardts während eines Italien-Urlaubs entstandener Wunsch, verstärkt abseits des üblichen Konzertkanons zu denken, neue Schnittmengen zwischen Alter Musik und anderen Genres zu finden und darauf hinzuarbeiten, musikalisch-interkulturelle Brücken zu bauen, nahm 2004 mit seiner Gründung des Ensembles l’arte del mondo Gestalt an. Musikalische Mitstreiter waren schnell gefunden und sind mitunter bis heute fester Bestandteil des Ensembles, dem Werner Ehrhardt nach wie vor als künstlerischer Leiter vorsteht. Zu den ersten realisierten Projekten gehörten Harem – La Fête du Sérail mit dem türkischen Pera Ensemble und die gemeinsame Produktion von Glucks Oper “Le Cinesi” mit Akteuren der Chinese National Peking Opera Company.

Programme
Die historische Aufführungspraxis ist der Ausgangspunkt des Ensembles und seiner Arbeit. Eines der Markenzeichen von l’arte del mondo sind ausgefallene, höchst innovative Programme, mit denen es weit über den Tellerrand des gängigen Konzertbetriebs und damit in dessen Zukunft schaut. Hierzu zählen genreübergreifende Projekte mit dem türkischen Pera Ensemble (Carneval Oriental, Entführung alla Turca), mit Künstlern der Peking-Oper (Gluck “Le Cinesi”) oder israelischen und palästinensischen Musikern (Israel in Egypt, Night in the Desert). Mit Daniel Hope und “The Four Seasons Recomposed”, Max Richters sensationell erfolgreicher Neubetrachtung von Vivaldis “Vier Jahreszeiten”, ist l’arte del mondo auf der ganzen Welt zu Gast gewesen. Ein weiterer Höhepunkt war die aufsehenerregende vertanzte Matthäus-Passion-2727 mit der israelischen Kamea Dance Company, die sowohl in Deutschland als auch in Israel zur Aufführung kam, u.a. am Jerusalem Theatre. Erneute Aufführungen sind für die Passionszeit 2022 geplant.

Gastsolisten
l’arte del mondo arbeitet regelmäßig mit renommierten Solisten zusammen, so beispielweise mit Daniel Hope, Nils Mönkemeyer, Daniel Müller-Schott, Dorothee Oberlinger, Avi Avital oder Xavier de Maistre.

Gastauftritte
In vergangenen Spielzeiten gastierte l’arte del mondo u. a. in der Elbphilharmonie Hamburg, im Münchner Herkulessaal, mit einer eigenen Residency beim Festival Montréal Baroque, mit der Salieri-Oper La Fiera di Venezia bei den SWR Schwetzinger Festspielen, beim MDR Musiksommer, den Grundton-D-Konzerten des Deutschlandfunks, beim Beethovenfest Bonn, beim Mosel Musik Festival, in den Theatern von Winterthur und Darmstadt oder auch in der Dresdner Frauenkirche. 2019-20 präsentierte das Ensemble neben Mozarts “Zauberflöte” in der Goethe-Fassung die welterste Gesamtaufführung der Oper “Scherz, List und Rache” von P.C. Kayser nach einem Libretto von Goethe und ging mit Avi Avital auf Tournee in Südamerika. l’arte del mondo war darüber hinaus u.a. in der Alten Oper Frankfurt, der Liederhalle Stuttgart, im Festspielhaus Baden-Baden, in der Essener Philharmonie, im Schiffbau Zürich, beim Rheingau Musik Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und in der Dubai Opera zu hören.

THÜRINGER BACH COLLEGIUM, Fotograf-Jan-Kobel

THÜRINGER BACH COLLEGIUM

Thüringen wird oft als Bachland beschrieben, da der Barock-Komponist Johann Sebastian Bach (*1685 in Eisenach — †1750 in Leipzig) die ersten 30 Jahre seines Lebens in Eisenach, Arnstadt, Weimar und anderen Thüringer Städten verbrachte. Er entstammte einer Dynastie von Musikern, die zum Zeitpunkt seiner Geburt bereits seit 150 Jahren das Thüringer Musikleben prägte.

Er ist weltweit das bekannteste Mitglied der Musikerfamilie Bach. Thüringen »atmet« sozusagen Bach. Die Pflege des Bach’schen musikalischen Erbes hat in Thüringen eine lange Tradition. Obwohl seine Werke nach Bachs Tod in Vergessenheit gerieten, sind sie seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr aus der klassischen Musik wegzudenken. Davon zeugen viele Konzerte und Festivals, die ihm und seiner Musik huldigen. Bach hat auf vielen Gebieten der Musik Bahnbrechendes geschaffen und zur Weiterentwicklung musikalischer Formen und der Musiksprache beigetragen. Einige seiner Werke überschreiten den tradierten Formenkanon weit. Daher ist der Bach im Namen des neuen Ensembles nicht nur Hinweis auf die programmatische Gestaltung sondern auch Anspruch auf einen neuartigen, frischen und mitreißenden Klang.

Alte Musik zu neuen Ufern
Ein neuer Stern am Himmel für Alte Musik ging in Weimar auf und leuchtet in Arnstadt weiter. Das Thüringer Bach Collegium verlegte seinen Vereinssitz im März 2020 nach Arnstadt. Die Bachstadt erhält mit dem Orchester erstmalig nach 300 Jahren wieder einen eigenen musikalischen Botschafter.

Das Thüringer Bach Collegium spielt Werke von Johann Sebastian Bach, seinen Vorfahren (Altbachisches Archiv), seinen Söhnen und seinen Zeitgenossen in historisch informierter Aufführungspraxis auf alten Instrumenten. Geleitet wird das Ensemble von Gernot Süßmuth, dem Nachfolger Johann Sebastian Bachs als Konzertmeister der Staatskapelle Weimar. Geschäftsführer und Kontrabassist ist Christian Bergmann, der seit 18 Jahren in der Staatskapelle Weimar spielt.

Die Gründer und weitere Mitglieder des Thüringer Bach Collegiums haben langjährige Erfahrungen als Solisten und Stimmführer in großen Sinfonie- und Opernorchestern. Je nach Bedarf ergänzen freischaffende Musiker, die Experten auf dem Gebiet der alten Musik sind, das Ensemble. Dazu gehören insbesondere Spieler von Spezialinstrumenten, die nicht im klassischen Orchester gespielt werden, wie Gambe, Blockflöte, Naturhorn und Barocktrompete.

Sie alle lassen ihr Knowhow aus der Arbeit mit großen Dirigenten und Solisten einfließen. Ihr großer Erfahrungsschatz aus der Musikkultur bis hin zur zeitgenössischen Musik, kombiniert mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis, soll das aktuelle Konzert-Angebot im Bereich Alte Musik und Barockmusik ergänzen und auffrischen. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit international renommierten Dirigenten und Solisten erweitert das Spektrum des Orchesters.

Instrumente – Zeitzeugen ihrer Epoche
Das Thüringer Bach Collegium spielt auf wertvollen historischen Streichinstrumenten, z. B. Violinen von Giovanni Grancino, beziehungsweise Kopien historischer Blasinstrumente. Die Streichinstrumente sind alle um die 300 Jahre alt. Sie sind also schon zu Lebzeiten Johann Sebastian Bachs gespielt und gehört worden.

Mitglieder

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